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Was ist die Sonnenalb?
Was verbirgt sich hinter unserer 'Sonnenalb'?
Vielleicht, mögen Sie argwöhnen, handelt es sich dabei nur um einen raffinierten werbetechnischen Schachzug, mit der Verheißung auf ein besonders sonniges Plätzchen, mit dem wir möglichst viele Gäste in unsere Region locken möchten? Doch die Sonnenalb trägt ihren Namen zu recht! Eine groß angelegte klimatologische Untersuchung des Deutschen Wetteramtes, die im Rahmen der Beurteilung um die Anerkennung Erpfingens als Luftkurort durchgeführt wurde und deren Ergebnisse in einem Gutachten aus dem Jahr 1977 veröffentlicht wurden, ergab, dass die mittlere jährliche Sonnenscheindauer, ermittelt über einen langjährigen Zeitraum, rund 1700 Stunden beträgt. Das sind rund 13% mehr, als in den „Begriffsbestimmungen für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen" mit 1500 Stunden pro Jahr vorgeschrieben sind.
Dies ist eine außergewöhnliche Summe für Mittelgebirgslagen in Baden-Württemberg! Wobei nicht nur der Sommer, sondern auch der Winter vorteilhafte Sonnenscheinverhältnisse aufweist.
Es ist jedoch nicht nur die hohe Anzahl an Sonnentagen, die die Sonnenalb zu einer der attraktivsten Gegenden der Schwäbischen Alb macht: Ein Hügelland, das sich durch die Vielfalt seiner Formen, den Wechsel von Wiesen, Feldern und Waldstücken auszeichnet und dabei an manchen Stellen beinahe einen parkartigen Eindruck erweckt und sie zu einem ausgezeichneten Wandergebiet und einem Paradies für Naturliebhaber macht.
Hier sind noch wahre Kostbarkeiten aus der Tier- und Pflanzenwelt heimisch: Horste von Uhu und Wanderfalke, Fledermauskolonien, Orchideen, Küchenschelle und Silberdistel! Die Sonnenalb zeigt darüber hinaus viele typische Erscheinungsformen der Karstlandschaft, die die gesamte Schwäbische Alb charakterisieren. Besonders ausgeprägt sind die Kuppen, zu denen der Gönninger Rossberg (869 m) mit seinem Aussichtsturm, der Bolberg (881 m) bei Willmandingen und das Kornbühl (886 m) mit der Salmendinger Wallfahrtskapelle gehören, beliebte Ausflugs- und Wanderziele, von denen man eine prächtige Rundsicht über die Alb, an klaren Tagen bis zum Schwarzwald und zu den Alpen, genießen kann. Bei den Kuppen handelt es sich um alte Riftbauten von Kieselschwämmen und Kalkalgen des Mittleren Weißen Juras, die durch Erosion freigelegt und modelliert worden sind.
In der Landschaft zeigen sich Trockentäler, Senken, Wannen, die Äcker flimmern in den kahlen Jahreszeiten weiß von Kalkscherben und geben oftmals Versteinerungen als Reste fossilen Lebens frei.