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Theater Lindenhof
| Hochverehrtes Publikum, liebe Leut! Für eine ungewöhnlich lange Zeit hüllte sich die Alb in diesem Jahr in ein winterlich weißes Gewand. „Endlich mal wieder ein richtig schöner Winter“, schwärmen zufrieden die Einen, „Jetzt langts! Mir isch's z'kalt“, schimpfen die Anderen. Und während man noch debattiert, ist der Frühling plötzlich da und man hätte ihn fast verpasst. „Das muss man dem Frühling hoch anrechnen: Alle Jahre besingen ihn die Dichter, und trotzdem kommt er immer wieder.“ (Karl Valentin) Melchingen, im April Zweitausendundzehn, Theaterfrühling. Sie knospen und sprießen unsere neuen Theaterpflanzen und riskieren ein Leben. Zarte Gewächse sind sie allesamt, jedes eigenwillig und unverwechselbar. Nur eines haben sie gemeinsam, sie wollen ans Licht und sie wollen gesehen werden. Dafür sind sie da. Liebes Publikum, wir laden Sie ein. Kommen Sie und machen Sie sich ein Bild von der Buntheit unserer Theatergewächse. Zum Beispiel: Eine Weltneuheit, eine bisher in unseren Breiten ungesehene Pflanze: Ein Singspiel aus den Alpen. Ein Unikat à la Gedeon. Von ihm sind Musik und Inszenierung. Theatertreffen der Name: Musikalisch und archaisch, vom Daheimbleiben und vom Hinausträumen unter den Theaterhimmel. Zum ersten Mal zu sehen am 6. Mai in Recklinghausen. Dank an Frank Hoffman, Franz Peschke und das Team in Recklinghausen für die Einladung und die Kooperation. Die Melchinger Premiere dann am 22. Mai, um 20 Uhr in unserer Theaterscheune. Oder der neue Karl Valentin-Abend Hôsch Zeit, gôhsch mit!, schräg, kurios und wortakrobatisch. Dann: Dicht und spannend wie ein Krimi: Der Weibsteufel. Dramatisch schön: Die Geierwally. Das grenzüberschreitende Heimwärts, der farbenprächtige Volpone, das turbulent stolpernde Ende vom Anfang und und und. Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Frühling! Herzlichst Ihre Bernhard Hurm und Stefan Hallmayer |
